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Hybrid. Keine halben Sachen!

Ich mag auch einfach nicht clever genug sein die Werbung richtig zu verstehen, doch wenn jemand in Zeiten der Vollelektrifizierung von Autos dick über seine Werbung „Keine halben Sachen.“ schreibt und damit einen Hybriden bewirbt poppen bei mir Fragezeichen auf.

Freilich erklärt Toyota was damit gemeint ist. Nämlich 100% SUV und 100% Hybrid. Und dann lassen wir uns das einmal durch den Kopf gehen.

Da bewirbt ein Autohersteller in Zeiten von Dieselskandal, großen Diskussionen um Umweltschutz und dem Vormarsch von Elektroautos also ein großes Auto für die Stadt mit Hybridantrieb mit dem Slogan „Keine halben Sachen.“

Freilich ist das im Kontext der Beschreibung keine Lüge oder Irreführung und sicherlich gibt es tausende von Werbeplakate bei denen man viel schneller und früher skeptisch eine Augenbraue hochziehen muss, doch das ist mir nun einmal ins Gesicht gesprungen als ich mit dem Auto vorbeigefahren bin.

„Keine halben Sachen.“ und „Hybridantrieb“.

Das ist alles was mir von dem Plakat in Erinnerung geblieben ist weil es das war was ich bei der Vorbeifahrt an selbigen wahrzunehmen imstande war.

Das Problem mit Plakaten ist und bleibt das man sie auf der Straße innerhalb von 1-2 Sekunden kreuzt, sieht und verstehen muß. Das bekommt jeder Mediengestalter in der Ausbildung beigebracht. Unabhängig davon beraten einen Experten wie die Firma Ströer auf ihrer Interneteite sogar noch vorher.

Das ist ein Beispiel dafür das das Werbemittel nicht gut genug getestet wurde, und zwar mit Personen die nicht am Gestaltungsprozess beteiligt waren. Denn der Gestalter hat sich so lange mit dem Motiv beschäftigt das er auf jeden Fall alles darüber weiß. Gerade bei Werbemitteln die nur eine kurze, einmalige Chance haben Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken ist es das A und O keine Interpretationsmöglichkeit zuzulassen. Zumindest nicht wenn nicht genau das das Ziel ist.